AKTUELLES

Veröffentlichung zur Schallmodellierung hydroakustischer Geräte

13. März 2020

Max Schuster hat gemeinsam mit den Kollegen Dr. Dietrich Wittekind und Matthias Fischer sowie Mirjam Müller vom Umweltbundesamt einen Artikel im Journal of Ocean Technology veröffentlicht.

In dem Artikel werden die Methoden zur Modellierung eines Schallfeldes um ein Schiff beschrieben. Im Gegensatz zur Frachtschifffahrt stehen hier aber nicht die Lärmerzeuger an Bord im Vordergrund, sondern wissenschaftliche Geräte, die starke Schallimpulse aussenden, um die Umgebung zu erkunden. Diese tragen gerichtete akustische Energie in das Meer ein um die Echos aus der Wassersäule oder am Meeresboden zu analysieren.

Da dieser Schall für Meeresbewohner durchaus eine deutliche Belastung darstellen kann, sind Biologen daran interessiert, die kumulierte Schallenergie und die damit verbundenen Auswirkungen auf marine Lebewesen valide prognostizieren zu können. Diese Art von Prognose wird mit den beschriebenen Methoden nun ermöglicht.

Der gesamte Artikel ist hier einsehbar.

Dieses Vorhaben ist im Auftrag und unter Finanzierung des Umweltbundesamtes durchgeführt worden.

Forschungsvorhaben T-SCHALL

26.02.2020

Das Forschungsvorhaben T-SCHALL geht in die nächste Phase: Mit der systematischen Vermessung des abgestrahlten Unterwasserschalls von ausgewählten Mega-Yachten und Kreuzfahrtschiffen sollen die im bisherigen Projektverlauf entwickelten Prognosetools verifiziert werden.

T-SCHALL steht für „Tieffrequente Schallabstrahlung von Maschinengeräuschen unter Wasser“. Das von DW-ShipConsult geführte Forschungsvorhaben hat das Ziel, schnelle und verlässliche Prognosemodelle für den maschineninduzierten Unterwasserschall eines Schiffes zu entwickeln. Motivation für die Forschung in diesem Bereich ist, dass die Regulierung und angestrebte Reduzierung des Unterwasserschalls international zunehmend an Bedeutung gewinnt (z.B. das ECHO-Program in Vancouver oder IMO Initiativen). Während die Schallentstehung durch Propellerlärm weitgehend erforscht ist, gibt es bei der Schallausbreitung von der Maschine über den Rumpf ins Wasser noch Nachholbedarf. Gerade bei langsamer Fahrt, wenn der Propeller nicht mehr kavitiert, dominiert das Motorengeräusch. Tiefe Frequenzen breiten sich in unseren Ozeanen besonders weit aus und haben somit einen großflächigen Einfluss auf marine Säugetiere.

Das T-SCHALL Projektteam aus renomierten Partnern der Industrie und Wissenschaft legt mit seinen Forschungsarbeiten den Grundstein dafür, dass die Deutsche Schiffbauindustrie auf diesem Zukunftsgebiet eine weltweite Führungsrolle übernehmen kann. Schon jetzt fließen die bislang gewonnenen Erkenntnisse in laufende Schiffbauprojekte der Partner ein und sorgen so für eine Reduzierung des akustischen Fußabdrucks.

Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der „Maritimen Technologien der nächsten Generation“ und mit Unterstützung des Projektträger Jülich gefördert.

Podiumsdiskussion zu Unterwasserschall bei IFAW

24.02.2020

Hamburg. Beim jährlichen ifaw forum – involve. resolve. sprach Dr. Dietrich Wittekind als Experte für Schiffsakustik zu den Effekten von Unterwasserschall auf marine Lebewesen.

Dr. Wittekind führte aus, dass eine Reduzierung des abgestrahlten Unterwasserschalls von Schiffen schon allein dadurch erreicht werden kann, dass hierzulande bekannte und bewährte Schiffsdesignprozesse angewandt werden um das Antriebssystem und den Rumpf kombiniert zu gestalten. Weiterhin sollte man F&E Aktivitäten daraufhin ausrichten, einen zuverlässigen Werkzeugkasten für Schiffbauer zu entwickeln, der es erlaubt Lärmemissionen des Propellers gering zu halten.

IFAW ist der International Fund for Animal Welfare. IFAW Deutschland hat seinen Sitz in Hamburg.

Lärmmessung nach ESI-Noise Standard für Hamburger Hafen

20.12.2019

Gemäß den „Besonderen Bedingungen Seeschifffahrt“ der Hamburg Port Authority erhalten Seeschiffe, welche ab dem 01.04.2020 den Hamburger Hafen anlaufen, dann einen Rabatt auf das Hafengeld, wenn ihr Schiff gem. ESI-Noise Protokoll (Environmental Ship Index) schalltechnisch vermessen und zertifiziert wurde. 

DW-ShipConsult GmbH bietet die Vermessung und Zertifizierung gem. ESI-Noise Standard an. 

Für ein entsprechendes Angebot sprechen Sie uns gerne an.


Lärmmessung für Kreuzfahrtschiffe

DW-ShipConsult hat im Auftrag der Hamburg Port Authority (HPA) und im Rahmen des Interreg Projektes „Green Cruise Port“ eine Studie zu Emissionsquellen und möglichen Gegenmaßnahmen an Hamburger Kreuzfahrtterminals und an Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen erstellt. Dazu wurden verschiedene Kreuzfahrtschiffe hinsichtlich Ihrer Schallemissionen vermessen und bewertet. Zusätzlich sind sämtliche Geräusche vermessen worden, die im Terminalbetrieb auftreten (Busse, Lieferverkehr, Kranbetrieb bis hin zu Ventilation auf dem Terminaldach). 

Diese Art der Vermessung kann parallel zum operativen Schiffsbetrieb im Hafen erfolgen und hat keine Auswirkungen auf den Beladungs- oder Fahrtprozess. 

Neben den Lärmemissionen wurden auch die Schadstoffemissionen und der CO2 Ausstoß der Kreuzfahrtschiffe untersucht. Durch eine systematische Analyse verschiedener Maßnahmen zur Reduzierung der diversen Emissionen konnten Handlungsempfehlungen für die Gestaltung eines nachhaltigen Kreuzfahrtschiffbetriebes in Häfen abgeleitet werden.

Der gesamte Bericht in englischer Sprache ist hier einzusehen.

Veröffentlicht am 01.07.2019